Wissen in Organisationen: Teil 2 Wissensmanagement

Shownotes

In dieser Folge sprechen Michel und Florian über die Grundgedanken systemischen Wissensmanagement.

Literaturgrundlage der Folge:

- Willke, Helmut (2001): Systemisches Wissensmanagement. Stuttgart: Lucius & Lucius.
- Anniker, Fabian (2026); Sozialisierte Maschinen. Zur gesellschaftlichen Funktion von Künstlicher Intelligenz

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Transkript anzeigen

00:00:00: Willkommen zum Podcast Systemisch Agil.

00:00:02: Mein Name ist Florian Zapp, ich bin systemischer Organisationsentwickler.

00:00:05: Das hier ist die zweite Folge von unserer Dreijahr-Serie zum Thema Wissen und Wissensmanagement.

00:00:11: Wenn ihr die erste Folge noch nicht gehört habt empfehle ich auf jeden Fall mit der zu starten.

00:00:15: das sind nämlich die systemischen Grundlagen zum Thema wissen.

00:00:18: in dieser Folge schaue ich gemeinsam mit Michel Egebrech darauf was die Grundlagen für ein systemisches Verständnis von WissENS Management sein können.

00:00:26: Die dritte Folge die dann bald veröffentlicht wird, ist eine Praxisfolge wo wir schauen wie kann man die einzelnen Wissensmanagement-Schritte in der Praxis umsetzen.

00:00:45: Jetzt uns nochmal anschauen wie könnte Wissenmanagement in der praxis aussehen?

00:00:55: Dann würde ich gerne noch mal unsere eingangs getroffenen Entscheidungen und Einordnungen zurückholen.

00:01:04: Wissen ist nicht Daten oder Informationen.

00:01:07: Es geht bei Wissensmanagement jetzt nicht darum, Wikipedia auszudrucken oder zu kopieren und ich habe ja früher viel zum Thema Qualitätsmanagement gemacht und da gab es witzigerweise genauso Impulse nämlich dass Menschen in Arbeitsanweisungen zB Bedienungsanleitungen von Geräten oder von Software oder so reinkopiert haben.

00:01:31: Und das war total sinnlos, also erstens war es auch total schwierig weil wenn die Anleitung sich ändert musste man die Arbeitsanweisung ändern aber es hatte überhaupt keinen Mehrwert.

00:01:40: Weil es war einfach eine Datensammlung sondern das Spannende ist ja zu hinterlegen.

00:01:46: Wenn du an Punkt XY stehst dann musst du das und das machen im Alltag Oder entgegen der Anleitungen machen wir's aber immer dann wenn dieses Praxisrelevanz eine Rolle spielt Dann geht es um Wissen.

00:01:59: Also die Bereitstellung großer Datenmengen hilft erst mal nicht nur, sondern stört sogar eher noch weil du dann das Problem hast dass du wieder dir viel viel Komplexität reinholst, die du auch irgendwie bearbeiten musst.

00:02:15: Na toll, wie wird sie dann ignoriert?

00:02:17: Richtig!

00:02:17: Man muss ja irgendwie zurechtkommen

00:02:19: Die potenziell wertvolle Dinge daraus und dann schiebt sich einfach beiseite und kommt gar nicht auf die Idee.

00:02:24: Genau, man baut dann meistens irgendwas drum herum.

00:02:26: Wenn Datenbanken zu groß werden, baut man sich heimlich noch eine Excel-Liste in die man dann in Wahrheit guckt.

00:02:34: oder so habe ich neulich erst wieder gesehen da gab es einen Closar hieß das bei denen wo eigentlich drin stand was du wirklich tun musst weil tatsächlich die Dokumentation so voll war dass da keiner etwas gefunden hat.

00:02:47: und das ist aber natürlich nicht formal im Sinne des Organisationsverständnisses.

00:02:54: Das heißt nichts, worüber entschieden wird und wo man dann sagen kann Dann haben wir darüber entschieden sondern das ist dann informell entstanden.

00:03:02: Und eben dann schwer von der Organisation darauf zuzugreifen weil offiziell haben die natürlich alle nach den Handbüchern gehandelt.

00:03:13: Zweitens organisationales Wissen ist nicht individuelles wissen.

00:03:16: es reicht nicht dass man sehr schlaue Leute hat in der Organisation.

00:03:20: Sondern es muss als Kommunikationsereignis zur Verfügung stehen und ist nur relevant, soweit das kommunikativ behandelbar ist.

00:03:31: Es geht also in einem ganz wesentlichen Punkt darum dass man gleich auf ein mögliches Modell immer wieder versuchen muss das Wissen was natürlich erstmal inköpfen ist kommunikativ bearbeitbart zu machen um dann vom Einzelnen wieder aufnehmen zu lassen, der dann handelt und dann im Idealfall irgendwie sogar weiterentwickelt wird so dass es ein fortwährender Prozess ist.

00:03:57: Aber natürlich hat das Wissen extrem viel mit den Personen zu tun und die müssen das organisationale Wissen auch psychisch mitvollziehen können... ...und im Idealfall weiter bearbeiten.

00:04:09: aber es ist für die Organisation erst mal wichtig, dass es unabhängig von den Köpfen konkreter Personen ist.

00:04:18: Und das dritte eben nochmal, gerade haben wir lange darüber gesprochen zusammengefasst.

00:04:22: Wissen muss einen Bezug zum Zweck der Organisation haben also es muss der Organisation helfen bei den Problemen was sie löst besser arbeiten zu können und nicht einfach nur der Selbstzweck der Datenbankpflege oder Datenbank Füllung oder Wissensanholfung haben.

00:04:44: Es gibt ein ganz verbreitetes Modell wie individuelles und organisationales Wissen verknüpft werden kann.

00:04:51: Hast du schon mal davon gehört von dem Seki-Modell, von Nonaka?

00:04:56: Genau!

00:04:57: Und das finde ich... Das knüpft dort ganz hervorragend an die vier Schritte akronymen wie alle diese Modelle.

00:05:03: Ich sage es jetzt mal auf Deutsch ersten Sozialisation zweitens Externalisierung drittens Kombination und dann Internalisierung beschreibt genau diesen Schritt den ich eben schon angedeutet habe also dass erstmal wissen in einer Person vorhanden ist und durch gemeinsame Praxisbeobachtungen, Nachahmung auch durchaus weitergegeben werden kann.

00:05:25: Aber erst mal hat jemand irgendwie Fähigkeiten und kann die maximal so wie wir vorhin besprochen haben

00:05:31: weitergehen.

00:05:31: Da wären wir vor allem beim Implicitenwissen richtig?

00:05:34: Genau das ist das implizite Wissen exakt!

00:05:36: Und jetzt muss der Schritt sonst ist es ja nicht kommunikativ bearbeitbar oder höchstens für ganz ganz wenige Personen vollzogen werden, es zu externalisieren.

00:05:47: Das heißt in irgendeine besprechbare Form zu bringen und das ist ja der Punkt wo Wissensmanagement dann ansetzt.

00:05:54: Das heisst zu überlegen wie kriegen wir Wissen aus Köpfen für die Organisation bearbeitbar?

00:06:01: Und da haben wir jetzt genau diese Effekte die wir oben besprochen haben zu bearbeiten.

00:06:07: einerseits Latents Strukturschutz andererseits die Gefahr.

00:06:15: also Da haben Menschen jetzt sich wunderbar funktionierende Trampelpfade gebaut in der Organisation.

00:06:22: Und jetzt sagt die Organisation, wir führen Wissensmanagement ein und wir wissen alle in dem Moment Stichwort brauchbare Illegalität wo sowas dann aufgeschrieben wird ist die schöne funktionierenden Ausnahme kaputt.

00:06:37: das heißt es wird möglicherweise einen Teil das impliziten Wissen immer geschützt werden und durch Offenlegung tatsächlich auch ein bisschen zerstört.

00:06:52: Es kommen auch die Effekte zustande, die wir oben besprochen haben, nämlich dass man diese soziale Zumutung hat, wenn Wissen kommuniziert wird, dass man anfängt zu verteidigen warum man es bisher anders gemacht hat, warum man's nicht gewusst hat.

00:07:07: Das erleben wir ja ganz häufig, wenn wir in Teams arbeiten wenn man über das, wie es bisher gemacht wurde, spricht.

00:07:15: Das Gefühl haben Sie müssen das rechtfertigen oder verteidigen.

00:07:18: Ganz sensibel reagieren da Menschen drauf, wenn das bisherige abgewertet wird.

00:07:23: Weil aus deren Sicht – als ja immer unser An- und unsere Unterstellung war das ja funktional!

00:07:30: Deswegen ist hier wieder dieser Punkt, dass Wissen selber vielleicht kompliziert an das heranzukommen, in den sozialen Konstrukten und annehmbar zu machen.

00:07:39: Das ist eigentlich die komplexe Leistung von einem Wissensmanagement.

00:07:43: Und deswegen heißt es nicht zu sagen, füll halt die Datenbank aus!

00:07:47: Ja ja und nicht nur eine komplexer Leistung sondern ich finde auch die Frage ganz spannend wo wäre's auch clever etwas in der brauchbaren Illegalität zu lassen?

00:07:54: Also man hat hier auch die Gefahr etwas kaputt zu machen was wirklich gut funktioniert dadurch dass man es exkluziert machen will.

00:08:01: Ja und das ist ja dann häufig nämlich die Herausforderung von z.B.

00:08:06: einer Person intern extern, die jetzt Wissensmanagement einführt, die das ja meistens gar nicht selber entscheiden kann.

00:08:13: Die kann ja oft... also die muss dann mit diesem... wir haben es ja ständig als Berater dass wir über solche Sachen stolpern und uns jetzt überlegen müssen ziehe ich das ans Licht oder nicht?

00:08:25: Und das ist bei Wissenzmanagement tatsächlich auch dauernd so und es ist eben ein schmaler Grad zwischen Wissen nutzbar machen.

00:08:32: Es gibt ja auch Dinge, das ist toll wenn die Leute die Abkürzung kennen aber wo?

00:08:38: und dass es wahrscheinlich dann an der Stelle nochmal spannend deine Unterscheidung einzuführen.

00:08:43: was sind unentschiedene Entscheidungsprämisse die aber in entscheidbare überführt werden könnten.

00:08:50: also was könnte man auch prima das ist ja dieses berühmte die U-Boote auftauchen lassen.

00:08:56: Wo könnte man auch prima sagen, guck mal hier machen das Einzelne schon so?

00:08:59: Das funktioniert total gut.

00:09:00: Lass uns doch mal dass alle machen.

00:09:03: Das geht aber nur wenn es eben nicht grundsätzlich unentscheidbar ist oder also dem Widerspruch zu der Formatsstruktur ist.

00:09:12: dann haben wir genau diesen Punkt.

00:09:13: Man kann nicht in eine offizielle Datenbank schreiben.

00:09:16: entgegen Entgegen der Rechtslage vergeben wir die Aufträge ohne Vergabe.

00:09:23: Ja, das ist natürlich jeder der das liest.

00:09:26: Ich reiche das sofort raus!

00:09:29: Wir machen eine Pseudo-Exeter-Belle und schreiben da ein paar Lieferanten rein aber eigentlich ist schon klar wer es wird.

00:09:36: Glaub ich also in der Eimer gibt's diese Schwelle von wir als Berater überlegen was okay, was lohnt sich vielleicht auch im Verborgenen zu belassen?

00:09:44: Und gleichzeitig ist es ja auch nicht so dass wir Berater alles mitbekommen sondern die Leute selbst Oschmerfiltern... Was lasse ich überhaupt bis zum Berater durch?

00:09:54: Da können wir natürlich mit honisches Einiges dafür tun, dass es wahrscheinlicher wird.

00:09:58: Und trotzdem glaube ich, dass viele Leute auch clever genug sind dafür zu sorgen, dass irgendwelche Scheinprozesse dann in dieser Wissenstatenbank aufgenommen werden.

00:10:08: und sie gut mir denken wenn ich das da reinschreib kann ich trotzdem noch wie gewohnt irgendwie meinen sauberen Prozess irgendwie so wie ich ihn bisher gemacht hat weiterführen.

00:10:18: Und dann, also wir sind ja gerade mitten im Seeki-Modell aber das ist glaube ich an der Stelle noch mal so wichtig da zeigt sich dann wieder ist die Datenbank was?

00:10:27: Also Wissensmanagement etwas was die Leute eigentlich behindert in ihrer Arbeit oder maximal neutral isst Ja aber meistens mit Zusatzaufwand du hast deine echte Arbeit und musst noch irgendeine Datenbank befüllen

00:10:39: pflegen.

00:10:40: Oder ist es wirklich das womit gearbeitet wird?

00:10:44: Und das war auch früher zum Beispiel immer bei mir, bei QM so.

00:10:47: Dass ich gemerkt habe.

00:10:48: es funktioniert dann wenn die Leute... Wenn das wirklich das System ist mit denen sie arbeiten und so ist das mit dem Wissensmanagement aus und deswegen muss es für die Menschen ein Mehrwert bringen.

00:10:59: Ja ja Ich finde das so hilfreich weil man jetzt ganz viel unternehmen haben ja so interne Wikis wo sich alles mögliche speichern da hat die Zugriffszahlen mal einen Blick zu behalten Und das ist ganz schön erschreckend.

00:11:10: Das kann auch ganz schön weh tun für die Leute, die da viel Zeit investiert haben.

00:11:13: aber ich habe das schon so oft erlebt dass sich Papporiane im letzten Jahr waren da zwölf Klicks drauf und es war wahrscheinlich die von dem der das geschrieben hat.

00:11:23: Der nochmal sehen wollte wie super sein Artikel war.

00:11:26: und warum?

00:11:26: oft weil zum Beispiel einfach irgendeine Präsentationen von irgendeiner Schulung da reingehängt wird Oder weil irgendwie noch schlimmer einfach aus Wikipedia was rüber kopiert wird oder aus irgendeiner anderen Seite und du hast genau wieder diesen Effekt, dass du zwar Daten da hast oder sogar Informationen aber eben nicht in den Praxis Kontext eingebettet.

00:11:48: Die Leute brauchen das nicht für ihre Praxis dieses Wiki dann und dann ist es unnütz.

00:11:53: Dann ist es um das Wikis Willen aber nicht um die Praxis zu verbessern.

00:11:58: Ich finde jetzt nochmal richtig spannend wenn man mit KI drauf schaut

00:12:02: Lass uns gleich dazu kommen, ich sage das dauernd jetzt.

00:12:03: Aber lass uns gleich dazukommen!

00:12:05: Ich würde einmal das Seeki-Modell noch fertig machen.

00:12:08: Wir haben dann die Externalisierung und das ist ja der Mehrwert davon.

00:12:13: Sonst bräuchten wir die ganze Arbeit hier nicht.

00:12:15: Muss es dann C oder in unserem Fall auf Deutsch K kombiniert werden Das heißt mit bestehendem anderem expliziten Wissen wird das neu explizierte Wissen zusammengebracht Kombiniert in neue Zusammenhänge überführt Und verändert somit die Praxis der Organisation.

00:12:32: Und dann, um die Spirale nochmal zu Ende zu bringen kommt wieder die Internalisierung in dem nämlich die Menschen in das Wiki gucken und was lernen und sagen oh da hat sich etwas verändert, dass mache ich in Zukunft anders!

00:12:45: Dann geht die Spiral einfach von vorne los... kombinierte Wissen internalisiert, geben das irgendwie weiter.

00:12:53: Es wird dann irgendwann wieder ins Wiki eingepflegt.

00:12:55: andere lesen das und man hat sozusagen diese Spirale wie sich immer mehr Wissen aufbaut aber eben über diesen Weg der Externalisierung von vorher angeeignetem Wissen und hat damit nicht für alle natürlich aber grundsätzlich für einige dieses Relevanzproblem gelöst.

00:13:15: also wenn Menschen nur noch Dinge ins Wissensmanagement einfügen, was für sie Probleme gelöst hat, Lerneffekte bewirkt hat.

00:13:26: Dann ist es zumindest für diese Personen und vergleichbare Rollen das, was praxisrelevant ist.

00:13:31: Wer einfach – ich hab's eben schon gesagt – ich erkenne diese Wikis ja auch wild alle möglichen PDFs da rein, am besten noch zweihundertseitige Bücher alles rein… Das ist nicht relevant weil eben dieses Relevanzprüfung und Praxisprüfung die Stadt gefunden

00:13:46: hat.".

00:13:47: Wenn es heißt, falls das mal jemand nachlesen möchte.

00:13:50: Genau!

00:13:51: Dann könnte man skeptisch werden

00:13:52: weil man nichts ist ja so toll wie Ellen Lange Powerpoint Präsentation von Schulungen auf denen man nicht war da lernt man ja immer wahnsinnig viel draus.

00:14:01: Vielleicht jetzt ein letzter Punkt Wie sieht das also eigentlich aus?

00:14:05: Es gibt zwei Kreisläufe in diesem Wissensmanagement.

00:14:10: Nämlich einmal relevantes Wissen generieren aktivieren generalisieren und dokumentieren, das ist das was wir eben besprochen haben.

00:14:19: Und auf der anderen Seite muss irgendeine Form sichergestellt werden wie wird dieses Wissen verteilt?

00:14:26: Wie wird dieses wissen genutzt?

00:14:28: also wie stellen wir das eben so zur Verfügung dass überhaupt Menschen davon wissen?

00:14:32: also da ist natürlich auch Kommunikation des der Wissensdatenbank.

00:14:36: also die kann ja relevant sein wie sie will.

00:14:38: wenn die keiner kennt wird natürlich auch nicht drauf zugegriffen.

00:14:41: da drüber sozusagen zweiter Ordnung oder erster Ordnung, nachdem wie man es ansetzen will.

00:14:48: Immer wieder die kritische Prüfung haben wir die richtigen Relevanzkriterien, nach denen wir wissen sortieren?

00:14:55: das ist dann eigentlich sehr eng angelehnt an Strategiefragen.

00:14:59: nämlich schauen wir mit den richtigen Selektionskriterie in die Umwelt nehmen wir eigentlich das war was für uns relevant ist nach innen natürlich auch und eben was, was auch häufig vergessen wird.

00:15:13: Dass man nämlich Wissensmanagement auf die Bahn bringt, los schickt und dann läuft das für immer so weiter und keiner fragt sich ist es eigentlich noch das Richtige was wir tun?

00:15:23: Vielleicht war's ja mal höchstrelevant!

00:15:25: Es gab jetzt Zeiten... Wir kommen gleich zum Thema KI vielleicht noch kurz wo das total wichtig war.

00:15:32: eine ganz gut gefüllte Bibliothek zu haben also auch physisch Bücher Fachbücher im Regal zu haben war ja mal eine Zeit lang hochrelevant.

00:15:41: Ist es jetzt halt nicht mehr, wer jetzt immer noch danach urteilt wie voll ist die Bibliothek?

00:15:47: Da hat sich das Relevanzkriterium verhindert.

00:15:51: Das wäre so.

00:15:52: das was ich jetzt aus einem allgemeinen zum Thema Wissensmanagement sagen würde also die wesentlichen Punkte ist diese Arbeit an den Relevanskriterien, also sich zu überlegen Wie generieren wir Wissen über was und ist das das, was wir brauchen?

00:16:13: Sicher dass unser Überleben oder ist das selbst weg.

00:16:19: Und auf der anderen Seite die Nebenwirkung des Wissens gut zu bearbeiten in einem Wissenzmanagement, indem man eben nicht sagt jeder hat doch einen Rieseninteresse daran möglichst viel Wissen zu erhalten sondern Die Probleme, dass Nicht-Wissen mit kommuniziert wird, dass Ablehnung vielleicht sogar wahrscheinlich ist Und deswegen vielleicht die zentrale Frage von gutem Wissensmanagement gar nicht ist, wie wird das Wissen gesammelt?

00:16:47: Sondern wie gehen wir mit den Zumutungen des Wissenserum und wie bringen wir es in die Kommunikation.

00:16:56: Nicht nur Zumutung sondern auch diese Dysfunktion kann auch Entscheidungen erstmal komplexer machen weil ich das Handlungsfähigkeit hier gerade oder Geschwindigkeit gerade wichtiger als noch mehr Wissen in der Entscheidung zu verarbeiten.

00:17:08: Zumal

00:17:08: wir ja wissen sowieso... kannst du nie alles wissen.

00:17:12: Genau, das ist ohnehin immer eine Selektion was ich berücksichtige.

00:17:17: Wenn Du magst lass uns noch einen kleinen Ausflug zum Thema KI machen.

00:17:21: Zum Abschluss Was wäre denn wenn Du ja gleich darauf angesprungen bist?

00:17:25: Was wäre deine Hypothese wie KI Wissensmanagement verändern könnte?

00:17:33: Also wenn man und da sind die Organisationen dran All das was man so an Dokumentation hat leichter zugänglich macht, indem man mit einer KI chatted und fragt haben wir dazu was?

00:17:50: Was haben wir da?

00:17:51: so finde ich das?

00:17:52: Dann glaube ich die Zugänglichkeit deutlich leichter.

00:17:55: Das wäre jetzt eine Hoffnung, die ich hätte dass man möglicherweise relativ schnell an die Information das wissen bekommt was für ein relevant ist dass es vielleicht auch ein bisschen leichter wird, das zu organisieren oder ist nicht mehr ganz so wichtig weil die KI findet schon schnell genug.

00:18:13: Das wäre der erste Case, der mir einfällt.

00:18:17: Ich habe mich da auf die Suche gemacht und einen ganz spannenden Artikel gefunden Sozialisierte Maschinen zur gesellschaftlichen Funktion künstlicher Intelligenz von einem Herrn Arnecker Und da bin ich bei dieser Frage fündig geworden, das hat mir da sehr weiter geholfen der noch mal gesagt hat also wir müssen grundsätzlich erstmal Digitalisierung und KI unterscheiden.

00:18:36: Also dass reine Maschinen lesbar machen von Daten löst eigentlich unser Problem gar nicht sondern verstärkt das Problem des Überangebots von potenziellen Wissen.

00:18:49: und es bleibt weiterhin Der Engpass, der begrenzte Kapazitäten hat irgendwie Wissen zu verarbeiten.

00:18:59: Und KI kann das aber... Das Problem ist, KI legt eigene Relevanzkriterien an.

00:19:10: Das müssen aber nicht die sein oder sind wahrscheinlich nicht die, die der Mensch hat sondern eigene und die bleiben intransparent.

00:19:17: also das ist ja gerade der Witz gibt es ja auch Menschen, die sagen man kann KI fast als Kommunikationsteilnehmer wie als Person beobachten weil KI lügt und irrt.

00:19:28: Und damit doppelte Kontingenz.

00:19:30: wir hatten's erzeugt, weil das einfach überraschend ist was dort rauskommt.

00:19:36: Und genau das ist ja nutzen und Risiko gleichzeitig dass du eben nicht mehr eine riesen Datenmenge hast sondern jemand etwas für dich selektiert aber nach Kriterien die für dich nicht mehr nachvollziehbar sind.

00:19:52: Und jetzt musst du dich halt als Organisation fragen, was ist der größere Nutzen?

00:19:55: Die Vaselektion oder die Intransparenz über die Kriterien der Voselektion?

00:20:00: Weil nutzbar... also verwendbar ist das ja!

00:20:02: Das merken wir alle.

00:20:03: Also was KI liefert reiht sich erst mal gut in Kommunikation ein.

00:20:06: Die Frage ist halt wie richtig es ist.

00:20:10: Ja und ich würde noch

00:20:12: differenzieren.

00:20:14: Also die Vosselektion der KI ist nicht mehr Nachvollziehbare.

00:20:17: Für den einzelnen Menschen ist aber auch ja die Vorsetektion anderer Menschen nicht unbedingt immer nachvollziehbar.

00:20:23: Total!

00:20:24: Also du tauscht ein Blindenfleck gegen einen anderen Blinden fleck.

00:20:28: Du kannst dir fragen, willst du die Fehlerhaftigkeit der Menschen oder der Maschinen haben?

00:20:33: Irgendwo hast du immer verobachter Probleme drin.

00:20:37: Ja also ich finde das auch total spannend.

00:20:38: Das ist ja letztlich auch so ein bisschen die Frage was ist dir lieber.

00:20:41: Es gibt ja auch diese Diskussion zum Beispiel bei selbstfahrenden Autos dass Menschen sagen aber was ist wenn dann ein Mensch zu Schaden kommt oder gar stirbt?

00:20:50: Es gibt irgendwie dreitausend Verkehrstote in Deutschland im Jahr.

00:20:52: Das passiert auch bei Menschen, aber da haben wir das Gefühl... Wir wollen lieber vom besoffenen Nachbarn totgefahren werden als von einem Roboter.

00:20:59: Das ist irgendwie vertrauter!

00:21:01: Und das ist die Frage ob es auch so ein Denkfehler ist bei der KI?

00:21:06: Dass man sagt ja, es mögen zwar Fehler drin sein, aber besser kommen mit riesen Datenmengen zurecht und haben dann Unschärfen drinnen stellt sich dann wieder Frage von Verantwortlichkeit Oder ob wir sagen, nein das ist uns zu gefährlich.

00:21:20: Das hat so viele Nebenwirkungen dass was diese Elektionskriterien der Menschen sind die, die uns näher sind

00:21:28: oder die wir besser einschätzen können.

00:21:29: Wir besser

00:21:31: mit refriktieren können beim Nutzen des Bestes.

00:21:33: Wo

00:21:33: wir richtig, wo wir Heuristiken darüber haben wie Menschen so ticken.

00:21:37: Die gibt es jetzt nun schon ein bisschen länger als KI und da hatten wir jetzt ein paar tausend Jahre Zeit irgendwie so mit dieser Art wie Menschen kommunizieren Dinge in Kommunikation bringen, umzugehen und was die so viel Denkfehler haben.

00:21:52: Und bei KI-Business noch nicht.

00:21:53: Aber letztlich ist das genau die Gefahr, dass du halt die Verzerrungen und Enttransparenzen der KI dann als Organisation übernimmst und es einfach nicht mehr nachvollziehbar ist wie das jetzt zustande gekommen ist.

00:22:08: Das ist Chance wie Gefahr momentan.

00:22:10: Ich bin dazu wenig Experte, um das irgendwie beantworten zu können.

00:22:14: Aber das war für mich als ich diesen Artikel gelesen habe so wo ich gedacht hab, ah ja genau!

00:22:20: Diese algorithmischen Selektion sind halt die, die dann an die Stelle der menschlichen und kommunikativen treten.

00:22:28: Und da passiert ja grad ganz viel ne?

00:22:31: Also ich bin auch total unther oder kann es einfach noch nicht bewerten weil ich bin mir ganz sicher dass in den nächsten Jahren da viel passieren wird wenn man auf das Thema Business Management schaut

00:22:42: Michel, das war das was ich dazu mitgebracht habe.

00:22:47: Es gibt noch eine gute Nachricht.

00:22:49: die nächste Folge wird eine Praxisfolge sein aber jetzt für hier und heute was fehlt dir noch?

00:22:57: Was fällt dir noch ein?

00:22:58: Was müssen wir noch besprechen?

00:23:01: Mir fehlt nichts!

00:23:02: Ich würde nochmal betonen... ich finde es wirklich total zentral Wissensmenschment auch als eine Organisationsfrage zu betrachten Also nicht sozusagen nur den Inhalt des Wissens in Fokus zu nehmen, sondern ganz stark auch.

00:23:14: wie stellen wir sicher oder erhöhen die Wahrscheinlichkeit dass darauf zugegriffen

00:23:18: wird

00:23:19: und das in die Kommunikation gelangt und dadurch eine Relevanz bekommt.

00:23:23: Schöner hätte ich es nicht formulieren können?

00:23:24: Das ist doch ein hervorragendes Fazit!

00:23:26: Vielen Dank Michel!

00:23:28: Gerne, vielen Dank für die Einladung bis

00:23:31: zum nächsten Mal.

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